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Buchrezension

Täterinnen – Befunde, Analysen, Perspektiven

Kriminologische Zentralstelle e.V. Eigenverlag, Jutta Elz (Hrsg.)
Wiesbaden, 2009, 293 Seiten, € 26,00, ISBN 978-3-926371-86-7

Jutta Elz hat die Beiträge einer interdisziplinären Fachtagung aus dem Oktober 2008, die den Titel des Buches trug, zusammengestellt. In ihrem Vorwort verdeutlicht sie, dass „Frauenkriminalität“ im Norm(al)verständnis der Kriminologie einen Sonderstatus einnimmt. Gewalt- und Sexualdelikte, von Frauen begangen, passen in die Systematik dann gar nicht mehr hinein.

In drei Einheiten werden zu 1. Grundlagen, 2. Tathandlungen, -hintergründen, -motiven sowie 3. Beratung, Behandlung und Sanktion verschiedene Beiträge namhafter Wissenschaftlerinnen und Praktikerinnen aus u.a. pädagogischer, psychologischer und juristischer Perspektive geliefert. Die Vortragsdokumentationen sind jeweils mit einer umfassenden Literaturliste versehen, zudem hat Jutta Elz eine Auswahlbibliographie aus den letzten zehn Jahren zusammengestellt.

Im fachlichen Diskurs können Männlichkeit und Täterschaft sowie Weiblichkeit und Opferrolle nicht (mehr) gleichgesetzt werden. Doch diesen Fragen fundiert zu begegnen, ist angesichts der gern vorgenommenen Polarisierung häufig schwierig. Der Herausgeberin gelingt es, eine große Bandbreite von Aspekten zum Thema vorzustellen, durch die qualifizierte Information und Diskussion möglich werden. Die Beiträge vermitteln Studien und zitierfähige Quellen. Sie sind kurz, bringen den jeweiligen Blickwinkel auf den Punkt und setzen sich kritisch auseinander mit einem bisher noch wenig beleuchteten Phänomen.

Das Buch kann uneingeschränkt empfohlen werden.

BIG KOORDINIERUNG
Dorothea Hecht
Im November 2009