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Buchrezension
Rosalind B. Penfold: Und das soll Liebe sein?
Geschichte einer bedrohlichen Beziehung
Ein überraschendes Buch! Die unter einem Pseudonym arbeitende Grafikerin hat ihre eigenen Erfahrungen einer psychisch demütigenden und physisch bedrohlichen Beziehung illustriert. Sie hat sie nach langer Überlegung entgegen ihrer ursprünglichen Vorstellung veröffentlicht. Eindrucksvoll zeichnet die Autorin den Verlauf eines romantisch beginnenden Flirts, der sich schnell zu einem engen Geflecht zusammenzieht. Die Bildergeschichten mit Sprechblasen zeigen eindrucksvoll, wie „Brian“ Besitzansprüche hegt, unberechenbare Launen auslebt, gleichzeitig aber durch Fürsorglichkeit und Liebesschwüre über seine Gewaltausbrüche hinwegtäuscht. Es gelingt der Zeichnerin hervorragend, das Wechselbad der Gefühle aufzuzeigen. Es ist nachvollziehbar, dass die Beziehung durch toll inszenierte „Highlights“ immer wieder Auftrieb erfährt oder wegen massiver Drohungen nicht beendet werden kann.
Die Autorin wünscht sich, dass ihr Buch Betroffene unterstützt und Anderen dazu dient, Warnsignale zu erkennen. Sie zeigt auf, wie sich ein Gewaltkreislauf entwickelt und dass es nicht ohne weiteres möglich ist, „einfach zu gehen“. Das Buch ist ein Medium der anderen Art, auf das Thema häusliche Gewalt aufmerksam zu machen. Es ist vor allem denen zu empfehlen, die sich eine solche Beziehung nicht vorstellen können, und denen, die berufsmäßig mit den Opfern zu tun haben.
Fazit: Anschauen!
Dorothea Hecht
Koordinatorin – BIG e.V.
Berlin, 06.12.07
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