BIG Koordinierung | Bei häuslicher Gewalt. Hilfe für Frauen und ihre Kinder

BIG-Service

Mitteilungen 2008

Nationales Vernetzungstreffen der Interventionsstellen und der Projekte, die Pro Aktive Arbeit leisten, am 6. und 7. November 2008 in Berlin

Im November diesen Jahres finanzierte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen Jugend erstmalig die Durchführung eines großen nationalen Treffens, an dem auch viele neue Interventionsstellen zum ersten Mal dabei waren – insgesamt 41 Teilnehmerinnen aus 12 Bundesländern.


Reform des Verfahrens in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (kurz: FGG-Reform)

Im September 2008 hat der Bundestag das Gesetz zur Reform des Verfahrens in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit verabschiedet. Es wird zum 01.09.2009 in Kraft treten.


CEDAW: "Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination against Women"

Am 15.12.08 wurde dem BMFSFJ der Alternativbericht zum aktuellen 6. Staatenbericht überreicht, der dem CEDAW-Ausschuss der Vereinten Nationen auf dessen 43. Sitzung im Januar 2009 in Genf präsentiert werden wird. CEDAW ist die Abkürzung von "Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination against Women" - dem Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau. Diese Charta für die Rechte der Frauen (vom 18.12.1979) wird im nächsten Jahr 30 Jahre alt und ist inzwischen in 185 Staaten ratifiziert.


gewalt-ist-nie-ok.de

Eine Website mit Informationen und Hilfe für Kinder bei häuslicher Gewalt
Kinder und Jugendliche finden seit Mai 2008 unter der Webadresse gewalt-ist-nie-ok.de ein umfassendes Informationsangebot zu häuslicher Gewalt. Die Website der Berliner Interventionszentrale bei häuslicher Gewalt – BIG  wendet sich sowohl an direkt Betroffene, in deren Familien häusliche Gewalt vorkommt, als auch an Kinder und Jugendliche, in deren Freundeskreis dies geschieht.

Weitere Informationen: www.gewalt-ist-nie-ok.de/info/


Das BIG Präventionsprojekt gegen häusliche Gewalt arbeitet weiter!

Nach Abschluss der erfolgreichen zweijährigen Modellphase 2006-2008 und der positiven Entscheidung der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, das Projekt weiter zu finanzieren, konnte das Team zum Frühsommer 08 seine Arbeit fortsetzen und sich personell sogar vergrößern.


Stellenausschreibung für die BIG-Hotline

BIG e.V. sucht für das Projekt “BIG Hotline bei häuslicher Gewalt gegen Frauen“ zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine engagierte, berufserfahrene KoordinatorIn (w/m) mit Beratungserfahrung für Projektmanagement, Personalführung, Gremien- und Öffentlichkeitsarbeit.

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 19,25 h, Bezahlung in Anlehnung BAT 3.

Schriftliche Bewerbung bitte bis 23.1.09 an: BIG Hotline, Postfach 30 41 05, 10756 Berlin

Weitere Infos unter: www.big-hotline.de

Prozesskostenhilfebegrenzungsgesetz

Der Bundesrat hat bereits im Juni 2006 einen Entwurf eines Gesetzes zur Begrenzung der Aufwendungen für die Prozesskostenhilfe (Prozesskostenhilfebegrenzungsgesetz– PKHBegrenzG) vorgelegt. Dazu hat es Stellungnahmen insbesondere einiger Rechtsanwaltskammern und Anwaltvereine sowie eine Sachverständigenanhörung im November 2007 (http://www.bundestag.de/ausschuesse/a06/anhoerungen/25_PKHBegrenzG/index.html) gegeben. Das Gesetzgebungsverfahren wird derzeit nach unserer Kenntnis nicht mit Nachdruck betrieben. BIG hat die Gelegenheit genutzt, eine Stellungnahme insbesondere aus der Perspektive Gewalt betroffener Frauen abzugeben und an das Bundesministerium der Justiz zu senden.

PDF-Download: Stellungnahme BIG

Auch der Bundesverband der Frauenberatungsstellen hat sich mit einer Stellungnahme an der Diskussion beteiligt. Diese kann über folgenden Link eingesehen werden: http://www.bv-bff.de/dokumente/files/b3c737b14ed17b494d71b8a6e769e533.pdf

Parallel zu den Aktivitäten im Bereich der Prozesskostenhilfe gibt es einen Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Beratungshilferechts der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Begrenzung der Ausgaben für die Beratungshilfe“ vom Oktober 2007.

PDF-Download

Dorothea Hecht
Berliner Interventionszentrale bei häuslicher Gewalt – BIG
Im August 2008


Dokumentation zur Fachtagung Schutz des Kindeswohls bei Gewalt in der Partnerschaft der Eltern

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass endlich die Dokumentation zur Fachtagung am 3.9.2007 unter o. g. Titel erschienen ist. Die Veröffentlichung wurde durch die Konrad-Adenauer-Stiftung realisiert und kann auf deren Internetseite kostenlos herunter geladen werden:. http://www.kas.de/wf/de/33.14003/


Präsentation des Abschlusses der ersten Modellphase des BIG-Präventionsprojekts (Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe bei häuslicher Gewalt)

Nach zwei Jahren Laufzeit des mit Mitteln der Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. und der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin geförderten Projekts konnten Ergebnisse und Erfolge präsentiert werden. Mit Prävention an Schulen soll ein weiterer Baustein im Interventionssystem bei häuslicher Gewalt konzipiert werden, einerseits um weitere Unterstützung zu ermöglichen, andererseits aber auch um bereits in der jungen Generation den Gewaltkreislauf zu durchbrechen. Ziel des Projekts sind u.a. Sensibilisierung und Qualifizierung von pädagogischen Fachkräften sowie Enttabuisierung des Themas in der Elternschaft. In erster Linie werden damit aber auch das Interesse und die Aufmerksamkeit für Mädchen und Jungen, deren Mütter von häuslicher Gewalt betroffen sind, in den Vordergrund gestellt.

Dank der Unterstützung bei der wissenschaftlichen Evaluation des Projekts und der Veröffentlichung des Abschlussberichts durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, liegen nun die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung vor, die über folgenden Link im Download zu beziehen sind:

http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/Kategorien/Forschungsnetz/forschungsberichte,did=110448.html

Die gesamte Projekt-Dokumentation ist bei uns abzufordern bzw. steht im Bereich Veröffentlichungen als Download hier bereit.

Das Projekt selbst wurde auf einer großen Tagung des BMFSFJ im Juni 2008 unter dem Titel „Präventionsmaßnahmen gegen häusliche Gewalt: Was kann Schule machen?" präsentiert. Fachleute aus dem In- und Ausland und aus den unterschiedlichsten Disziplinen konnten dort Vorträge hören und sich in mehreren Workshops austauschen. Weitere Informationen über folgenden Link: http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/Kategorien/aktuelles,did=110450.html


Ergänzende Stellungnahme von BIG zum FGG-Reformgesetzes
BIG hat zum zum Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Reform des Verfahrens in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FGG-Reformgesetz) erneut Stellung genommen, weil die grundsätzliche Sorge, dass bei den Vorgaben der Reform, nämlich Vorrang der Kindschaftsverfahren, Beschleunigungs- und Einigungsgebot sowie Erweiterung der Sanktionsmöglichkeiten in Umgangsrechtsfällen, das Thema häusliche Gewalt und die davon betroffenen Frauen und Kinder unzureichend berücksichtigt bleibt, weiterhin besteht.
[Stellungnahme als PDF]

Kurzbericht: Anhörung zum FGG-Reformgesetz
Der Rechtsausschuss des Bundestages hat zwei öffentliche Sachverständigenanhörungen zum Regierungsentwurf der sog. FGG-Reform durchgeführt. Am 11.02.08 standen das allgemeine Verfahrensrecht, am 13.02.08 das familiengerichtliche Verfahren auf dem Programm. Von letzterer Sitzung erfolgt hier ein Kurzbericht mit einer Einschätzung.
[PDF-Download]

Stellenausschreibung KoordinatorIn BIG Hotline
BIG e.V. sucht für das Projekt “BIG Hotline bei häuslicher Gewalt gegen Frauen“ zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine engagierte, berufserfahrene KoordinatorIn (w/m) mit Beratungserfahrung für Projektmanagement, Personalführung, Gremien- und Öffentlichkeitsarbeit.
Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 19,25 h, Bezahlung in Anlehnung BAT 3.
Schriftliche Bewerbung bitte bis 30.3.08 an:
BIG Hotline, Postfach 610435, 10927 Berlin
Infos unter: www.big-hotline.de/aktuelles

Kurzbericht zur Fachtagung: „Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Familienkonflikt – Beschleunigtes Familienverfahren“
Das Gemeinsame Juristische Prüfungsamt der Länder Berlin und Brandenburg (zuständig auch für die Fortbildung der Richterinnen und Richter) hat am 07.02.2008 in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, dem Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin Brandenburg SFBB und der Rechtsanwaltskammer Berlin die Veranstaltung „Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Familienkonflikt – Beschleunigtes Familienverfahren“ ausgerichtet.
PDF-Download: Kurzbericht

Presseerklärung zur Fachtagung „Kinderschutz und Kindeswohl im Sorge- und Umgangsrecht“
in Frankfurt sowie die abschließenden Forderungen des Kongresses (Frankfurter Thesen)
PDF-Download

Neues Internet-Angebot für Opfer Häuslicher Gewalt sowie für deren UnterstützerInnen: www.gewaltschutz.info
In Kooperation mit BIG produzierte Cristina Perincioli ("Die Macht der Männer ist die Geduld der Frauen") diese Website; sie basiert auf der bisherigen CD-ROM AVA1 und wurde gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren Frauen und Jugend.
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Materialien zum Buch „Und das soll Liebe sein“
Der Dachverband der autonomen Frauenberatungsstellen NRW e. V. hat gemeinsam mit dem Eichborn Verlag und der Autorin Frau Penfold Materialien zum o. g. Buch entwickelt, die gut in der praktischen Arbeit einsetzbar sind. Es gibt ein Kartenset: Warnsignale Häuslicher Gewalt, 3 verschiedene Poster und eine CD mit verschiedenen PowerPointVersionen der Warnsignale, die für Vorträge etc. geeignet sind. Das Material kann auf der Homepage: www.frauenberatungsstellen-nrw.de angesehen werden.

Neuer Leitfaden von Terre des Femmes erschienen:
Erstmalig steht ein Hilfsleitfaden für die Arbeit mit Betroffenen im Kampf gegen Zwangsheirat und Ehrverbrechen zur Verfügung.
Der Leitfaden geht zum einen auf Hilfestellung für Betroffene in Deutschland ein, beschreibt aber darüber hinaus auch Hilfsmöglichkeiten bei einer (drohenden) Verschleppung ins Ausland. Eine Übersicht der Beratungsstellen und Hilfseinrichtungen in Deutschland sowie in ausgewählten Herkunftsländern rundet das Angebot ab.
Mehr Informationen unter: http://www.frauenrechte.de/tdf/index.php?option=com_content&task=view&id=732&Itemid=145

Vater um jeden Preis?
Zur Kritik am Sorge- und Umgangsrecht, Anita Heiliger und Eva-K. Hack / ZIF (Hg.): ISBN 978-3-88104-381-6, ca. 300 Seiten, € 22,00
Die zum Teil bereits in oft schwer auffindbaren Fachzeitschriften veröffentlichten Artikel sollen allen zugänglich gemacht werden, die in Behörden, Institutionen und Einrichtungen für den Schutz von Frauen und Kindern vor gewalttätigen Vätern arbeiten und bisher keine Möglichkeit sehen, die Kinder vor Schaden zu schützen. Diese Menschen sollen ermutigt werden, ihren Empfindungen und besseren Wissen zu vertrauen und sich für eine Veränderung der juristischen Ausgangslage, ihrer Auslegung und Anwendung einzusetzen.