BIG Koordinierung | Bei häuslicher Gewalt. Hilfe für Frauen und ihre Kinder

BIG-Service

Mitteilungen 2007

Gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm jetzt auch im Netz
Das Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm benennt die wichtigsten politischen Handlungsfelder und Ziele, die in dieser Legislaturperiode bis zum Jahr 2011 erreicht werden sollen.
Ziel des nun vorliegenden Entwurfs für eine inhaltliche und strategische Weiterentwicklung der Berliner Gleichstellungspolitik ist es, die Debatte um Geschlechtergerechtigkeit neu zu beleben und sie mit aktuellen übergreifenden Fragestellungen zu verbinden.
Mehr Informationen und die Möglichkeit Anregungen per Mail an die Senatsverwaltung zu senden unter nachfolgenden Link:
http://www.gleichstellung-weiter-denken.de/GPRP/GPRP.htm

Kurzbericht über Teilnahme: Workshop Kindschaftsrechtliche Aspekte des FGG-Reformgesetzes, 25.10.2007 München
Zu dem Workshop waren ExpertInnen eingeladen, um in Arbeitsgruppen das geplante Reformgesetz aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, insbesondere besonderen Bedarfen aus den Themenfeldern „häusliche Gewalt“, „sexueller Missbrauch“, „hochstreitige Elternschaft“ und „Rollenkonflikte der beteiligten Professionen“ nachzugehen.

Fachtagung zum Thema: Schutz des Kindeswohls bei Gewalt in der Partnerschaft der Eltern – ein großer Erfolg
(10/2007) Am 03.09.2007 wurde in Kooperation zwischen dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Berliner Interventionszentrale bei häuslicher Gewalt eine Fachtagung zu o.g. Thema durchgeführt.
      Schutz und Unterstützung von Kindern, insbesondere von gefährdeten und vernachlässigten Mädchen und Jungen, haben Bund und Länder zu einer wichtigen politischen Aufgabe erklärt. Ein zentraler und bislang häufig unterschätzter Risikofaktor und Indikator für eine Gefährdung des Kindeswohls ist Gewalt in der Partnerschaft der Eltern und ihre direkten und indirekten Auswirkungen auf Kinder. Die Themen häusliche Gewalt gegen Frauen und die Gefährdung von Kindern müssen frühzeitig aufgegriffen und Wege gefunden werden, wie Maßnahmen zum Schutz von Frauen und zum Schutz von Kindern sinnvoll und effektiv zusammengeführt werden können. [mehr]

II. Aktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen beschlossen
(10/2007) Das Bundeskabinett hat am 26. September 2007 den Zweiten Aktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen beschlossen. Der Aktionsplan, der unter der Federführung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erarbeitet wurde, stellt mehr als 130 Maßnahmen der Bundesregierung zusammen, mit denen der Schutz von Frauen vor Gewalt verbessert werden soll.
Mehr unter: http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/Kategorien/aktuelles,did=101002.html
Interessierte können sich den Aktionsplan unter dem nachfolgenden Link herunterladen: http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/Kategorien/Publikationen/Publikationen,did=100962.html
Interviews und Kommentare zum Aktionsplan II finden Sie unter: http://www.tagesschau.de/inland/frauen4.html

Wanderausstellung „Intervention ist möglich“
(10/2007) Im Jahre 2005 haben Mitarbeiterinnen der Interventionsstelle gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen in Westerburg, gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen anderer Fachbereiche eine Wanderausstellung konzipiert mit dem Titel „Intervention ist möglich“.
Die Ausstellung kann ausgeliehen werden. Nähere Informationen und die Konditionen über die Anmietung erfahren Sie über den nachfolgenden Link: http://www.ist-westerburg.de/ oder Interventionsstelle gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen in Westerburg, Neustr. 43, 56457 Westerburg, Tel. 02663/911353

Berlin, 3. September 2007
Fachtagung: Schutz des Kindeswohls bei Gewalt in der Partnerschaft der Eltern
Kinder, die im Kontext Gewalt in der Partnerschaft der Eltern leben und unter den daraus resultierenden Folgen leiden, werden inzwischen in der Fachdiskussion anders wahrgenommen als noch vor einigen Jahren.
Unklar sind allerdings die Konsequenzen, die aus dieser Wahrnehmung gezogen werden. Insbesondere in der Debatte um den Schutzauftrag nach § 8 a SGB VIII stellen sich Fragen: Wie beurteilen beteiligte Institutionen die mögliche Gefährdung des Kindeswohls bei häuslicher Gewalt, welchen Handlungsauftrag leiten sie daraus ab und wie kooperieren sie zur Sicherung des Kindeswohls?
Diesen Fragen wird auf der Fachtagung nachgegangen – gleichzeitig sollen neue Wege zum Schutz des Kindeswohls bei Gewalt in der Partnerschaft der Eltern aufgezeigt werden.
Diese Fachtagung wird durchgeführt in Kooperation zwischen Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend | Konrad-Adenauer-Stiftung | Berliner Interventionszentrale bei häuslicher Gewalt, BIG
Flyer und Anmeldung

Jetzt neu:
Berliner Hotline für Kinderschutz ist täglich rund um die Uhr erreichbar unter: 61 00 66

Forschungsprojekt des Max-Planck-Instituts: Familiale Tötungsdelikte mit anschließendem Suizid in europäischen Ländern
Kriminalpsychologische und soziologische Analyse einer seltenen und schweren Form häuslicher Gewalt

(05/2007) Tötungsdelikte mit anschließendem Suizid des Täters stellen eine sehr schwere und komplexe Form der interpersonellen Gewalt dar, die sich überwiegend in Partnerschaften und Familien ereignet, und die in Deutschland bislang weder erfasst noch systematisch untersucht wurde. Ziel des Projekts ist eine auf amtlichen Quellen und Medienberichten beruhende Vollerhebung dieser Fälle in Deutschland und weiteren europäischen Ländern (Niederlande, Finnland, Spanien, Polen, England & Wales, Schweiz).
Mehr unter: http://www.mpicc.de

Stalking-Paragraph in Kraft getreten
(05/2007) Der Stalking-Paragraph (§ 238 StGB) ist am 31.03.2007 in Kraft getreten. Danach ist die strafrechtliche Verfolgung von Stalking, insbesondere der bisher strafrechtlich nicht fassbaren Handlungen, möglich. Die Entscheidung des Gesetzgebers, Stalking-Opfer besser zu schützen, wird ausdrücklich begrüßt und sollte konsequent umgesetzt werden. Es soll nicht versäumt werden, anzumerken, dass das Gesetz eingebettet sein muss in flankierende Maßnahmen wie Fortbildung für die RechtsanwenderInnen, Information und Beratung für Frauen, deren Begleitung im Strafprozess, Einrichtung und Aufrechterhaltung von Krisen- und Interventionsstellen sowie Täterprogrammen einschließlich Gefährderansprache und Risikoanalyse , Ernennung von Ansprechpersonen in den Polizeidienststellen und Gerichten sowie fortwährende gesellschaftliche Sensibilisierung. [mehr]

Zahnärztliche Hilfe für Opfer häuslicher Gewalt / Eine Information von Katrin Rinke - 1. Vorsitzende Wieder Lachen e.V.
(05/2007) Vielleicht haben Sie schon von uns gehört? Wieder Lachen e.V. wurde im Januar 2005 gegründet, wir setzen uns seitdem mit gezielter praktischer Hilfe für die Opfer häuslicher Gewalt ein. Ein bundesweites Netzwerk aus bislang über 70 ZahnärztInnen und ZahntechnikerInnen hilft uns, Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind, im wahrsten Sinne des Wortes ein neues Lächeln zu schenken. [mehr]

Vorankündigung einer Fachtagung „Schutz des Kindeswohls bei Gewalt in der Partnerschaft der Eltern“ am 3. September 2007 in Berlin
Bitte vormerken
: Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Konrad-Adenauer-Stiftung führt BIG am 3. September 2007 eine große (05/2007) Fachtagung zum Thema „Schutz des Kindeswohls bei Gewalt in der Partnerschaft der Eltern“ durch. Wir freuen uns sehr darüber, dass es gelungen ist, viele bundesweit im Fachdiskurs führende Referentinnen und Referenten für die Tagung zu gewinnen.
Genauere Informationen und die Möglichkeit zur elektronischen Anmeldung geben wir Ende Juni bekannt. Anmeldungen vor diesem Zeitpunkt können wir leider nicht berücksichtigen.

bff-Kampagne: Standpunkte 2007 – Für ein gewaltfreies Leben von Frauen
(05/2007) Der bff führt aktuell die Kampagne „Standpunkte 2007 – Für das gewaltfreie Leben von Frauen“ durch. Es geht um „Standpunkte“ im wahrsten Sinne des Wortes: Prominente, Politiker/innen und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger können durch ein Foto ihrer Füße deutlich machen, wie sie zu Gewalt gegen Frauen stehen.
Zur Kampagnenseite: http://www.frauen-gegen-gewalt.de/standpunkte2007/index.php?dok_id=75

Internetdatenbank Frauenhäuser
(03/2007) Im Internet auf der Homepage der Frauenhauskoordinierung wurde eine Datenbank der Frauenhäuser in Deutschland eingestellt. Die Umsetzung der Datenbank konnte dankenswerter Weise durch Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend realisiert werden.
Für Hilfesuchende ein schneller und unkomplizierter Zugang zu telefonischen Kontaktdaten von Frauenhäusern und Beratungsstellen.
www.frauenhauskoordinierung.de

Präventionsprojekt zu Häuslicher Gewalt in Kitas bei BORA
(03/2007) Am 15.02.2007 startet Bora e.V. - Frauenprojekte ein neues Projekt zur Prävention von Häuslicher Gewalt in Kindertagesstätten. Die Deutsche Behindertenhilfe – Aktion Mensch e.V., die Bosch-Stiftung und die Ikea-Stiftung fördern die Entwicklung von Bildungsbausteinen zur Prävention von häuslicher Gewalt. Das Projekt wird durch das Jugendamt Lichtenberg unterstützt. Zielgruppen des Projektes sind Kinder in der Vorschulphase sowie ihre Erzieher/innen. Die Themen der Bausteine für Kinder beinhalten u.a. das Erkennen von Gewalt, die Stärkung der Ich-Kompetenz sowie der sozialen Kompetenz. Kinder erfahren, dass sie mit ihrem Problem nicht alleine sind und Hilfe und Unterstützung erhalten können.
Erzieher/innen werden für die Wahrnehmung von häuslicher Gewalt sensibilisiert und befähigt Hilfe und Unterstützung anzubieten sowie Projekttage mit Kindern zum Thema häusliche Gewalt durchzuführen. Die Bausteine werden modellhaft in Kindertagesstätten in Berlin-Lichtenberg und Berlin-Wedding erprobt.
Auf geeignete Weise werden die Module nach der Erprobung als pdf-Datei, DVD o.ä. zur Verfügung gestellt. Das Projekt hat eine Laufzeit von 18 Monaten.
Nähere Informationen erhalten Sie gerne bei: BORA e.V. Henrike Krüsmann, Berliner Allee 130 in 13088 Berlin Tel.: 030/94 40 55 13 sowie per mail: geschaefsstelle@frauenprojekte-bora.de

Proaktives Arbeiten in Berlin – Evaluation liegt vor
(03/2007) Seit Oktober 2005 arbeitet die BIG Hotline Proaktiv. Ziel ist es, nach einer polizeilicher Wegweisung Frauen (und Kindern) mit einer ersten telefonischen Kontaktaufnahme durch eine professionelle Einrichtung den Zugang zu bestehenden Unterstützungsangeboten in Berlin zu erleichtern bzw. zu ermöglichen.
Der Proaktive Ansatz wurde im ersten halben Jahr von der WIBIG (Prof. Dr. Barbara Kavemann, Dipl. Psych. Katja Grieger) wissenschaftlich begleitet und positiv bewertet. Der Bericht liegt nun vor.
Wichtige Ergebnisse der Evaluation sind:

  • Proaktive Beratung schließt Lücken im Unterstützungssystem: Nach Einschätzung der Beraterinnen hätten 70% der erreichten Frauen nicht von sich aus Unterstützung gesucht. Die Frauen waren überwiegend über den Anruf erfreut und nahmen das telefonische Informations- und Beratungsangebot an.
  • Proaktive Beratung übernimmt eine Lotsenfunktion: In 67,9% wurden Frauen an passende Unterstützungsangebote weitervermittelt.
  • Proaktive Beratung erreicht Migrantinnen.
  • Proaktive Beratung kann für Kinder den Zugang zu Unterstützung eröffnen.
  • Proaktive Beratung erfordert eine enge Kooperation aller beteiligten Institutionen.

Der ausführliche Ergebnisbericht kann als pdf heruntergeladen werden unter
http://www.big-hotline.de/sites/aktuelles.html

Fortbildungsprogramm Wildwasser 2007
(03/2007) Im Fortbildungsprogramm von Wildwasser finden Sie verschiedene Angebote für unterschiedliche Zielgruppen (MitarbeiterInnen aus Projekten, Institutionen, Behörden, PädagogInnen etc.)
Programm als PDF-Download