Wander-Ausstellung „30 Jahre erfolgreiche Politik gegen Gewalt an Frauen und Mädchen in Berlin“
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30 Jahre erfolgreiche Politik gegen Gewalt an Frauen und Mädchen in Berlin
(09/2006) Das Projekt: Zum 25.11.2006, dem Internationalen Aktionstag gegen Gewalt gegen Frauen, eröffnet das FFBIZ in Kooperation mit anderen VeranstalterInnen am Mittwoch, den 15.11. um 17 Uhr, zunächst im Festsaal des Rathauses Charlottenburg, eine Wander-Ausstellung mit dem Unter-Titel "30 Jahre erfolgreiche Politik gegen Gewalt an Frauen und Mädchen in Berlin".
Der Anlaß : Im November 2006 jährt sich zum 30. Mal die Eröffnung des ersten deutschen Frauenhauses als Modell-Einrichtung und Ergebnis eines Internationalen Tribunals. Das Datum eignet sich weniger zur Feier als zu einer Reflexion über Erreichtes und noch Anzustrebendes. Denn 30 Jahre Antigewaltpolitik von Frauenbewegungen in Kooperation mit anderen politischen Institutionen kann einerseits betrachtet werden als ein Erfolgsprojekt; andererseits hat sich das Ausmaß der Gewalt zwischen den Geschlechtern leider - auch in Berlin - nicht reduziert. Nicht zuletzt wissen immer noch viele Betroffene nicht ausreichend über Hilfsmöglichkeiten und sinnvolle Strategien von Selbsthilfe Bescheid. Wir möchten daher den Anlaß aufgreifen, sowohl bisherige Erfolge zu bilanzieren als auch zukünftige Per-spektiven für Antigewaltmaßnahmen zu entwickeln oder blinde Stellen aufzuzeigen; daher laden wir zu vielfältiger Kooperation und/oder Beteiligung an dem Projekt ein.
Die Ausstellung umfasst fünf großflächige sog. Ausstellungs"fahnen", auf denen die schrittweise Entwicklung der Berliner Antigewaltpolitik von der Eröffnung Erstes Frauenhaus bis zur Erstevaluation Gewaltschutzgesetz (2005) dargestellt wird; diese faltbaren Fahnen können mit ihrem zerlegbaren Stahlrahmen wandern. Wir wollen sie durch Videos und Filme ergänzen. Dazu präsentieren wir Originalplakate, Demonstrations-Transparente und verschie-dene Objekte der kreativen Auseinandersetzung von betroffenen Mädchen.
Die Vision : Am Anfang stand ein internationales Tribunal in Brüssel; ihm folgte bereits erfolgreiche Politik; aber: wie bewegen wir diese alle gemeinsam zukünftig notwendigerweise wohin? Das soll Thema verschiedener Veranstaltungen sowohl vor Ort, als auch in den zahlreichen Antigewalt-Einrichtungen, in unserem Archiv und in anderen Räumen der Stadt sein. Wir betrachten die Ausstellung als einen Beitrag für zunehmende Präventionsarbeit, für Wissen und für weitere Vernetzung. Ganz bewusst wenden wir uns damit auch besonders an Jugendliche.
Wir laden Sie ein zu vielfältiger Kooperation, zur Mitteilung Ihrer Wünsche oder Ideen an uns. Wir freuen uns darauf, Ihre Vorschläge aufzugreifen, Ihre eigenen Veranstaltungen oder Arbeiten in der Ausstellung bekannt zu machen und mit Ihnen gemeinsam, wenn auch auf je unterschiedliche Weise, die Lage von Frauen und Kindern als hauptsächlichen Opfern von Beziehungsgewalt zu stärken. So wollen wir das Jubiläum gut begehen.
(Vgl. auch die derzeitige Wander-Ausstellung „Herz-Schlag“ des Fördervereins des Frauenhauses Norderstedt, dazu: www.fhfv-norderstedt.de/)
Ein sehr informatives Begleitheft der Ausstellung „gegen Gewalt in Paarbeziehungen“ des Landeskriminalamtes Niedersachsen mit vielen weiteren Hinweisenkann heruntergeladen werden von der homesite:
www.big-interventionszentrale.de/mitteilungen/0607_paarbeziehungen.htm.
Kontakt: Dr. Carolin Krings-Lazovsky c/o FFBIZ, tel. 32 10 40 35; oder: 4858719 und ständig: ffbiz@t-online.de; carolin.krings-lazovsky@gmx.de
Quelle: FFBIZ Frauenforschungs-, -bildungs-
und -informationszentrum e.V.
Eldenaerstrasse 35 III
10247 Berlin
Fax: 0049-30/322 10 35/Fon: 32 10 40 35
Lesesaal: 28534-260; e-mail: ffbiz@t-online.de; URL: www.ffbiz.de
Flyer: PDF-Download
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