BIG Koordinierung | Bei häuslicher Gewalt. Hilfe für Frauen und ihre Kinder

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Familiäre Gewalt – Die Situation des Kindes
Barbara Kavemann und Ulrike Kreyssig geben Handbuch zum Thema Kinder und häusliche Gewalt heraus

CoverabbildungWiesbaden, 25. Januar 2006. Gewalt in der Familie ist die häufigste Form von Gewalt überhaupt und findet hauptsächlich gegen Frauen und Kinder statt. Nach Schätzungen der UNO ist weltweit ein Drittel aller Frauen einmal im Leben dieser Form von Menschenrechtsverletzung ausgesetzt. Häusliche Gewalt findet meist zu Hause hinter verschlossenen Türen statt und gerät kaum an die Öffentlichkeit. Dabei ist diese Form der Gewalt kein exklusives Problem sozialer Unterschichten, sondern spielt sich auch „in den besten Familien“ ab. Barbara Kavemann und Ulrike Kreyssig haben mit dem Handbuch Kinder und häusliche Gewalt eine Lücke geschlossen und eine Zusammenschau der wissenschaftlichen Forschung zum Thema im VS Verlag für Sozialwissenschaften herausgegeben. Die Autoren und Autorinnen des Sammelbandes hinterfragen, ob Verwaltung, Rechtsprechung und Beratung die Forschungsergebnisse umsetzen, ob Familiengerichte und Jugendämter kindeswohlgerecht reagieren und Helfer und Berater sachgerecht ausgebildet werden.

 Die Herausgeberinnen haben mit dem Handbuch das Ziel verfolgt, einen interdisziplinären Überblick zum Thema Kinder und häusliche Gewalt zu geben, um allen Praktikern und Praktikerinnen in den relevanten Berufsgruppen aus Verwaltung, Rechtsprechung, Sozialarbeit und Beratung Hilfestellung zu geben. Im ersten Teil geht es um eine Übersicht über neuere Forschungsergebnisse aus In- und Ausland. Teil zwei beschäftigt sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Scheidungs- und Trennungsfall, während sich der dritte Teil der besonderen Unterstützungsarbeit wie Gewalt an männlichen Jugendlichen oder Gewalt durch die Mutter widmet. Der vierte und wichtigste Teil stellt eine Vielzahl von Best-Practice-Modellen der Unterstützung für Jungen und Mädchen vor, die mit häuslicher Gewalt konfrontiert sind. Im fünften bis siebten Teil geht es abschließend um die Verantwortlichkeit gewalttätiger Väter und einen Blick in die Zukunft bzw. Prävention häuslicher Gewalt und wie Unterstützungsangebote politisch abgesichert werden können.

Dr. Barbara Kavemann ist Honorarprofessorin an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin und freiberufliche Sozialwissenschaftlerin. Ulrike Kreyssig, Dipl.-Pädagogin und Supervisorin (DGSv), ist Koordinatorin in der Berliner Interventionszentrale bei häuslicher Gewalt (BIG).

Barbara Kavemann und Ulrike Kreyssig stehen für Hintergrundgespräche oder Interviews gern zur Verfügung (Kontakt über Karen Ehrhardt, karen.ehrhardt@gwv-fachverlage.de)

Der VS Verlag für Sozialwissenschaften mit Sitz in Wiesbaden ist ein Unternehmen der Fachverlagsgruppe Springer Science+Business Media, Berlin.

Handbuch Kinder und häusliche Gewalt
herausgegeben von Barbara Kavemann und Ulrike Kreyssig
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2006.
ISBN 3-351-14429-4

weitere Informationen unter: http://www.vs-verlag.de