BIG-Hotline erweitert Angebot
Ab 1. Oktober 2005 erweitert die BIG Hotline bei häuslicher Gewalt gegen Frauen zusammen mit den Frauenberatungsstellen BORA, Frauenraum, Frauentreffpunkt, Interkulturelle Initiative und Tara ihr Angebot: Wir arbeiten proaktiv.
Nach einer polizeilichen Wegweisung des Täters bei einem Einsatz häuslicher Gewalt erhalten wir von der Polizei per Fax die Telefonnummer der Frau, ihr Einverständnis vorausgesetzt. Im Gegensatz zu unserer bisherigen Tätigkeit, die auf eine Kommstruktur ausgerichtet ist, werden wir von uns aus versuchen, den Kontakt mit der betreffenden Frau aufzunehmen und sie über Unterstützungsmöglichkeiten informieren. Wir erwarten, damit Frauen zu erreichen, die wir mit den bisherigen Angeboten nicht erreichen konnten.
Wir sind stolz darauf, dieses Projekt nach einer über zweijährigen Konzeptionierungsphase mit allen Beteiligten in Berlin umsetzen zu können. Es gab etliche Hindernisse zu überwinden, nicht zuletzt die Finanzierung zu sichern. Ermöglicht wird das Proaktive Arbeiten jetzt erst einmal für ein Jahr durch Sondermittel (Erbschaft) der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit, Frauen.
Im ersten halben Jahr wird die Arbeit begleitet und evaluiert durch die Forschungsgruppe WIBIG, Barbara Kavemann und Katja Grieger. Darüber erhoffen wir uns Aufschlüsse über den Erfolg der Arbeit, auch im Vergleich zu anderen Bundesländern, in denen bereits länger proaktives Arbeiten praktiziert wird.
Zum Auftakt wird es am 20. Oktober um 11.00 Uhr eine Pressegespräch bei der Staatssekretärin für Frauen, Frau Ahlers geben.
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.
BIG Hotline
Büro: 030 – 610 74 564
(Irma Leisle, Karin Müller)
info@big-hotline.de
www.big-hotline.de
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