BIG Koordinierung | Bei häuslicher Gewalt. Hilfe für Frauen und ihre Kinder

BIG-Service

Barbara Kavemann erhält den Berliner Frauenpreis 2005!

Sie hat herausragende wissenschaftliche Arbeiten verfasst, die den fachlichen Diskurs entscheidend mitgeprägt haben.

Darüber hinaus hat sie durch zahlreiche Vorträge und Publikationen die fachliche und öffentliche Debatte zum Thema sexuelle und häusliche Gewalt/Gewalt im Geschlechterverhältnis vorangetrieben, wesentliche Impulse gesetzt und immer wieder neue, z.T. auch heftig umstrittene, Themen- und Diskussionsfelder eröffnet. Als Beispiele seien hier das Thema „Frauen als Täterinnen“ und das Thema „Kinder und häusliche Gewalt – Kinder misshandelter Frauen“ genannt. Mit ihrer gesamten Arbeit hat Frau Kavemann entscheidend zur Sensibilisierung, aber auch zur politischen Enttabuisierung gesellschaftlich hochbrisanter Themen beigetragen.

Über diese Tätigkeiten hinaus hat sie sich in vielen Gremien und frauenpolitischen Zusammenschlüssen ehrenamtlich engagiert, u.a. im Vorstand von „Wildwasser e.V.“, im Vorstand des Frauennetzwerks „Goldrausch e.V“ und im Vorstand des „Bundesvereins zur Prävention von sexuellem Missbrauch an Jungen und Mädchen e.V.“

Wir Kolleginnen von BIG e.V. freuen uns besonders über diese Ehrung, weil wir Barbara Kavemann sowohl fachlich sehr schätzen als auch ihre Fähigkeit bemerkenswert finden, Menschen zu motivieren, sich mit schwierigen und eher unliebsamen Themen zu beschäftigen und sich dafür zu engagieren. Dies gelingt ihr insbesondere in der direkten Ansprache, z.B. in Vorträgen und Seminaren. Sie schafft es, kontroverse Standpunkte konstruktiv zu vertreten, verschiedene Perspektiven zusammenzuführen und integrativ in öffentlichen Debatten zu wirken.

In ihrer Tätigkeit im Rahmen der WiBIG hat Frau Kavemann uns über viele Jahre konstruktiv begleitet und uns durch ihre wissenschaftlich fundierte Sicht auf die Dinge häufig neue, weiterführende Perspektiven für die Arbeit aufgezeigt.

Frau Kavemann hat die gesamte Arbeit zum Thema „Gewalt im Geschlechterverhältnis“ vor allem in Berlin, aber auch im bundesdeutschen und europäischen Raum, entscheidend mitgeprägt und sich um die Verbesserung des Schutzes und der Unterstützung gewaltbetroffener Frauen und Kinder verdient gemacht.

Die Verleihung des Berliner Frauenpreises an sie würdigt aus unserer Sicht ein bedeutendes Lebenswerk in angemessener Weise.

Herzliche Glückwünsche, liebe Barbara!