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Ressourcenorientierte Traumatherapie I - Fort- und Weiterbildung für BeraterInnen im psychosozialen und klinischen Kontext
Diese in Zusammenarbeit mit LARA Verein gegen Gewalt an Frauen e.V. konzipierte Weiterbildung richtet sich an BeraterInnen im psychosozialen und klinischen Kontakt mit traumatisierten Menschen. Oft ist hier eine explizite Traumabearbeitung weder gewünscht noch möglich. Ein ressourcenorientierter Umgang mit der eigenen Geschichte und den daraus resultierenden Gefühlen und Verhaltensweisen erlaubt aber eine Stabilisierung im Alltag.
Ziel der Weiterbildung ist es,
- mehr Sicherheit im alltäglichen Kontakt mit dissoziierenden/ fordernden/emotional labilen KlientInnen zu vermitteln
- Stabilisierungstechniken ressourcenorientiert in den beraterischen Alltag einzubauen und als Selbsthilfetechniken vermitteln zu können
- Grundlegende Techniken der neuen Traumatherapie (z.B. EMDR und Screentechnik) kennen zu lernen und ressourcenorientiert in die Arbeit zu integrieren
- Die Techniken durch Übungen, Spiele, Kleingruppenarbeit, Lehrmaterial und begleitende Supervision für die konkreten Kontexte der BeraterInnen passgenau zu machen
Block 1: Einführung
Grundlage für Verständnis und sichere Anwendung der Stabilisierungstechniken ist die Kenntnis der Verarbeitungsmechanismen, die im traumatischen Erleben wirksam sind. Denn sie wirken sich innerpsychisch, psychosozial und im Beratungskontext aus. Was hilft uns hier die Ressourcenorientierung?
- Was versteht man unter Traumatisierung?
- Welche Mechanismen wirken im traumatischen Erleben?
- Trauma und Gedächtnis
- Veränderungen im Gehirn
- Auslöser für das Wiedererleben
- Formen der Erinnerung
- Mögliche Symptome
- Grundlagen der Ressourcenorientierung
Block 2: Die eigenen Ressourcen aktivieren
Traumatisierung wirkt sich beziehungsstörend aus, auch und gerade im Beratungsalltag.
Wie gehe ich mit "schwierigen" KlientInnen um? Wie aktiviere ich meine Ressourcen und vermeide sekundäre Traumatisierungen bei mir und meinem Team?
- Beziehungsdynamik im Trauma
- Selbstschutz oder Widerstand?
- Anzeichen von Sekundärtraumatisierung
- Professionelle Selbstfürsorge
- Distanzierungs- und Schutzübungen
Block 3 und 4: Die Ressourcen der KlientInnen aktivieren
Stabilisierung und Neuorientierung sind die wesentlichen Bestandteile jeder Trauma-bewältigung. Worum geht es dabei und welche Prinzipien sind hilfreich? Aus einer
Übersicht der unterschiedlichen Vorgehensweisen wird je exemplarisch eine Technik vertieft und eingeübt.
- Notfallhilfe
(z.B. Suizidverträge, Dissoziationsstop, Grounding, Reorientierung, Notfallkoffer, 5-4-3-2-1)
- Erweiterung des Handlungsspielraums
(z.B. Schutzraumübung, Lichtstrahlübung, Innerer sicherer Ort, Liste positiver life-events, Systemisches)
- Distanzierungstechniken
(z.B. Dissoziationsanalyse, Externalisierungen, Teile-Arbeit, Arbeit mit dem inneren Team, Arbeit mit dem inneren Kind, Screen- oder Bildschirmarbeit)
- Assoziierungstechniken
(z.B. Aufmerksamkeitsfokussierung, Symbole und Rituale, EMDR)
Kosten
650 €/ vier Seminarblöcke á 12 Std.
bei verbindlicher Anmeldung bis
31.5. 2004 - 550 € (für den Herbstzyklus)
oder bis
31.7. 2004 - 550 € (für den Frühjahrszyklus)
31.11. 2004 - 600 € (für den Frühjahrszyklus)
Im Anschluß an die Seminarreihen sind jeweils zwei 3-stündige Supervisionsnachmittage geplant, deren Termine mit den TeilnehmerInnen abgesprochen werden. Die Kosten betragen je Block 50€.
Seminarleitung: Dipl.Psych. Lydia Hantke

- Systemische Therapie (SG)
- Hypnotherapie (M.E.G.)
- Traumatherapie (Institut für Traumatherapie Berlin, Zentrum für Psychotrauma-tologie und Traumazentrierte Psychotherapie Niedersachsen (ZPTN) , Yvonne Dolan, Gunter Schmidt…)
- Systemische Supervision (i.W.)
(NIK Berlin, Helm-Stierlin-Institut Heidelberg)
- Veröffentlichungen zum Thema Traumatisierung/Traumatherapie: siehe www.institut-berlin.de
Tätigkeitsfelder :
- Langjährige Erfahrung in Psychiatrie und Psychosomatik
- Supervision in Kliniken und Beratungsstellen
- Fortbildungen in Traumabewältigung und
- ressourcenorientierter Gruppentherapie
- Dozentin am Institut für Traumatherapie
- Leitung von institut berlin
Anmeldung:
(zusammen mit Verrechnungsscheck bitte senden an:
institut berlin, Warthestr. 68, 12051 Berlin)
Die Anmeldung wird bei Empfang eines undatierten Verrechnungsschecks mit dem jeweiligen Betrag gültig (es gilt der Poststempel) und schriftlich bestätigt.
Bei einem Rücktritt bis sechs Wochen vor Seminarbeginn fällt eine Bearbeitungs-gebühr von 80€ an, bei Rücktritt bis 21 Tage vor Seminarbeginn wird die Hälfte des Seminarbeitrags fällig. Spätere Absagen können nur bei Stellung einer ErsatzteilnehmerIn erfolgen.
Das Seminar ist kein Therapieersatz und setzt eigene psychische Stabilität voraus.
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